Without Wasting
We're teenagers, we count the years.

Die erste Schulwoche ist fast vorbei und ich bin schon wieder erledigt. Es sind noch einundzwanzig Tage, also genau drei Wochen, bis meine Kindheit hinter mir liegt. Woah ._.
 Unfassbar wie schnell die Zeit schon wieder vergeht. In vier Wochen fahren wir schon nach Prag, in einem Jahr steh ich quasi kurz vorm Abitur. Was danach kommt? Wer weiß das schon? Bereit bin ich dafür jedenfalls nicht <.<
Kann man für sowas überhaupt bereit sein? Erwachsen zu werden? Es ist auch nur eine Zahl auf einem Papier. Eine Zahl, die dir fast alles ermöglicht. Aber es gibt Menschen, die mit vierzehn schon erwachsener wirken, als ich mich gerade fühle. Am Dienstag hatten wir Abschieedessen bei ner Freundin und plötzlich sind wir in alte Geschichten eingetaucht, in Geschichten über Abenteuer, Spiele, lustige Dinge , die wir zusammen erlebt haben. Ich kam mir unglaublich alt vor. Dabei liegt mein Leben erst noch vor mir. Die Befürchtung, dass der schönste Teil allerdings schon vorbei ist, wächst in mir. Wann kann ich je wieder so sorglos, so bedingungslos glücklich sein? Ich hatte nie Probleme mit meinem Alter oder mit dem Leben, ich habe keine großartigen Probleme und mein Leben, meien Familie, meine Freunde, alles war immer großartig. Und trotzdem will ich wieder ein Kind sein. Es war so einfach sich keine Gedanken machen zu müssen, ein Gefühl, dass verschwunden ist. Ich mache mir ständig Gedanken um alles. Egal was passiert, ich mache mir Sorgen. Wieso kann man nicht mehr in den Tag hinein leben? Es fehlt mir.
Es fehlt mir mit Alina die höchsten Bäume zu erklimmen, es fehlt mir mit Yannick Fahhrad zu fahren und uns einzubilden, wir würden durch die Prärie reiten, es fehlt mir mit Maggi aus Kräutern und Kreide Hexentränke zu brauen, es fehlt mir nachts im Bett zu liegen und Angst vor den Monstern unter meinem Bett zu haben, es fehlt mir jeden Tag neu anzufangen ohne Gedanken an gestern zu verschwenden, es fehlt mir ein Kind zu sein. 
 
Das Leben liegt noch vor mir, wie ein großes ungeschriebenes Buch, mit lauter leeren Seiten, die ich mit meinen eigenen Geschichten füllen kann.  Es sind erst ein oder zwei Kapitel geschrieben, die Kapitel meiner Kindheit, die fast so schön klingen wie Märchen. Jetzt kommt der Hauptteil.
Nimm die Feder und schreib dein Leben.
19.8.10 23:11
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Anni / Website (12.9.10 21:17)
Du hast diese wunderbaren letzten Sätze einfach drauf.
Und all das, was du hier geschrieben hast, kommt aus deinem Herzen, und ich möchte dir sagen, dass ich fest glaube, dass die schönste Zeit noch nicht vorbei ist!


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