Without Wasting
You make me feel like I'm living a teenage dream...

Bevor ich mit dem eigentlichen Thema anfange, hier erst mal eine Musikempfehlung von mir, weil der Typ es ziemlich drauf hat und das Lied nebenbei der Wahnsinn ist.

 
Die Sache über die ich mir eigentlich Gedanken mache, hat entfernt auch mit dem Lied zu tun. 
Wenn man eine Person wirklich aufrichtig liebt, ist es dann normal, dass man alles für sie tun würde? Dummes Beispiel: Morgen gehe ich mit meinem Liebsten ins Kino, in den Anti-Romantik-Film schlechthin; Resident Evil: Afterlife 3D !
Nich tnur das ich mir Zombiegeballer anschauen werde, nein, das Ganze  natürlich auch noch in 3D. Komisch ist dabei nur, dass ich, das Mädchen mit dem ausgeprägten Dominanz-Sinn, diese Entscheidung mit einem Lächeln hingenommen hat und genickt hat. Und ganz ehrlich, es war mir wirklich egal. Wir hätten auch in die Schnulze des Jahres oder einen Kinderflim gehen können, es war mir nur wichtig ihn glücklich zu sehen. Nicht auf die Art, ich mache alles was er sagt, weil ich nicht will, dass er sauer oder enttäuscht ist. Nein, es war mehr auf die Art "ich bin glücklich, wenn du glücklich bist".
Vielleicht ist das normal in Beziehungen, aber da ich bis jetzt eher untypische Beziehungen geführt habe, in denen nur das getan wurde, was ich wollte, ist es für mich ein durchaus seltsames Gefühl, einmal diejenige zu sein, die sich nach ihrem Partner richtet. Wobei mich dieses Gefühl glücklicher macht, als wenn ich meinen Willlen bekommen hätte.
Ist es nicht seltsam sich einen Zombie-Film anzuschauen, den man unter normalen Umständen noch nicht mal umsonst auf illegalen Seiten im Internet schauen würde und dabei ein glückseliges Lächeln auf dem Gesicht zu haben?
Ist es nicht seltsam, sich dem Partner zu "unterwerfen"? Verliert man sich dabei nicht selbst? Oder ist es einfach eine Art zu sagen "Ich liebe dich." 
Ob ich mich dabei selbst verliere, werden wir sehen, wenn unsere Beziehung länger andauert, aber in mir ist dieses kleine sichere Gefühl, dass dies nicht der Fall sein wird. Ich schaue mir diesen Film ja auch nicht jammernd an, nein, ich möchte einfach bei ihm sein und mein Leben mit ihm teilen. Wenn das bedeutet, sich selbst mal zurückzunehmen und dem anderen die Führung zu überlassen, ihm zu vertrauen und sich bei ihm fallen zu lassen, dann werde ich darauf eingehen. Auch wenn es mir nicht immer leicht fallen wird, aber was fällt einem schon leicht? Er ist Teil meines Lebens und das möchte ich mit ihm teilen, und wenn Zombiegeballer dazu gehört, dann liebe ich auch das.
 
xoxo

 

23.9.10 23:42


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Folge der Fahne...

Ich würde ja gerne was auf tschechisch sagen, aber ich kann noch nicht mal Hallo oder Tschüss sagen, was sich damit erübrigt. Dementsprechend verloren fühen wir uns auch alle, denn mit dem Englischen isses hier auch nicht so dolle <.<

Wir sitzen hier also in Prag, es ist zehn Uhr abends und wir haben Hausarrest von Mama Pfeil. Ein Teil spielt Karten, ein anderer Teil ist verschollen, die anderen diskutieren und wieder andere haben anscheinend noch nie existiert.

Nur noch ein Tag dann geht es wieder nach Hause, wobei ich nicht weiß ob ich mich darüber freuen oder traurig sein soll. Einerseits ist es hier ja echt abgefuckt, um es mal so zu sagen. Verschimmelte Wände, Haare unter den Laken und in der Dusche, Blutflecke auf der Matratze, kaputte Heizungen und Fenster und vom Frühstück will ich erst gar nicht anfangen.

Die Führungen sind unendlich lang, die Führer entweder total bescheuert ( Stichwort: "Folge der Fahne..." oder machen makabere Witze im KZ. Um das mit der Fahne mal zu erklären; unsere Führerin hält die ganze Zeit ihr grün gesticktes Taschentuch an soner Stange hoch, damit wir sie in der Menge nicht verlieren. Und der Führer im KZ sperrt Schler in dunkle Einzelzellen und nimtm diese ganze Sache auf die leichte Schulter.

In den Straßen wirst du angesprochen, ob du tanzen lernen willst; um was für ein Etablissement es sich dabei handelt will man gar nicht so genau wissen und Dunkelhäutige Männer kommen auf dich zu und das erste was sie sagen ist "Some Weed?"

Andererseits ist Prag eine schöne Stadt und ich hab echt tolle Bilder geschossen.  Shoppen kann man hier auch ganz gut und die Abende mit den anderen Leuten sind echt witzig. Die Disko gestern hat auch mega Spaß gemacht; abgesehen von irgendwelchen Typen die glauben einen zu kennen. Da es uns da so gut gefallen hat, konnten wir uns bei aller Liebe nicht an unsere ausgemachte Zeit halten, was uns dan die Ausgangssperre eingebracht hat. Aber wie sagt man so schön: "No risk, no fun"; und den hatten wir definitiv. Wie gesagt; Prag ist und bleibt ein wundervolle Stadt und schließlich ist es unsre Kursfahrt mit den besten Leuten der WElt.

Also egal wie schlimm der Eindruck ist, den ich euch jetzt vermittelt hab, wir haben echt ne Menge Spaß hier mit unseren verpeilten und übermotivierten Lehrer, ganz abgesehen von den bescheuerten Leuten. Morgen steht dann ne Stadtralley an und schließich, weil es der letzte Abend ist "Pub Crawling", was in der größten Diskos Europas endet.

 

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 xoxo

15.9.10 22:21


We're teenagers, we count the years.

Die erste Schulwoche ist fast vorbei und ich bin schon wieder erledigt. Es sind noch einundzwanzig Tage, also genau drei Wochen, bis meine Kindheit hinter mir liegt. Woah ._.
 Unfassbar wie schnell die Zeit schon wieder vergeht. In vier Wochen fahren wir schon nach Prag, in einem Jahr steh ich quasi kurz vorm Abitur. Was danach kommt? Wer weiß das schon? Bereit bin ich dafür jedenfalls nicht <.<
Kann man für sowas überhaupt bereit sein? Erwachsen zu werden? Es ist auch nur eine Zahl auf einem Papier. Eine Zahl, die dir fast alles ermöglicht. Aber es gibt Menschen, die mit vierzehn schon erwachsener wirken, als ich mich gerade fühle. Am Dienstag hatten wir Abschieedessen bei ner Freundin und plötzlich sind wir in alte Geschichten eingetaucht, in Geschichten über Abenteuer, Spiele, lustige Dinge , die wir zusammen erlebt haben. Ich kam mir unglaublich alt vor. Dabei liegt mein Leben erst noch vor mir. Die Befürchtung, dass der schönste Teil allerdings schon vorbei ist, wächst in mir. Wann kann ich je wieder so sorglos, so bedingungslos glücklich sein? Ich hatte nie Probleme mit meinem Alter oder mit dem Leben, ich habe keine großartigen Probleme und mein Leben, meien Familie, meine Freunde, alles war immer großartig. Und trotzdem will ich wieder ein Kind sein. Es war so einfach sich keine Gedanken machen zu müssen, ein Gefühl, dass verschwunden ist. Ich mache mir ständig Gedanken um alles. Egal was passiert, ich mache mir Sorgen. Wieso kann man nicht mehr in den Tag hinein leben? Es fehlt mir.
Es fehlt mir mit Alina die höchsten Bäume zu erklimmen, es fehlt mir mit Yannick Fahhrad zu fahren und uns einzubilden, wir würden durch die Prärie reiten, es fehlt mir mit Maggi aus Kräutern und Kreide Hexentränke zu brauen, es fehlt mir nachts im Bett zu liegen und Angst vor den Monstern unter meinem Bett zu haben, es fehlt mir jeden Tag neu anzufangen ohne Gedanken an gestern zu verschwenden, es fehlt mir ein Kind zu sein. 
 
Das Leben liegt noch vor mir, wie ein großes ungeschriebenes Buch, mit lauter leeren Seiten, die ich mit meinen eigenen Geschichten füllen kann.  Es sind erst ein oder zwei Kapitel geschrieben, die Kapitel meiner Kindheit, die fast so schön klingen wie Märchen. Jetzt kommt der Hauptteil.
Nimm die Feder und schreib dein Leben.
19.8.10 23:11


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